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Aktuelles28.04.2010



Mobile Rehabilitation - neue Hoffnung für Pflegebedürftige?

 

Hannover/Münster/Dortmund, den  28.04.2010

 

Gemeinsame Pressemitteilung  

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
             Niedersachsen (Hannover)

                              und

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
               Westfalen-Lippe (Münster)

 

Wird mit dem Schlagwort „Rehabilitation vor Pflege“
endlich ernst gemacht? Erhalten auch alle pflegebe- dürftigen Menschen die notwendigen Leistungen?

Mit dem neuen Angebot der „Mobilen Rehabilitation“ können Pflegebedürftige mit schwerwiegenden Einschränkungen auch
in ihrem häuslichen Umfeld rehabilitativ behandelt werden.
Damit wird auf einen Personenkreis abgezielt, dem bisher Rehabilitationsmöglichkeiten verschlossen blieben.

„Wir müssen dafür sorgen, dass rehabilitative Leistungen gezielt eingesetzt werden, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu verringern“, sagte Dr. Ulrich Heine, Geschäftsführer des MDK Westfalen-Lippe. „Pflegebedürftigen Menschen wird geholfen,
ihre Abhängigkeit von personeller Hilfe zur verringern und zumin- dest in Teilbereichen ihren Alltag wieder selbständig zu bewäl- tigen. Auch wenn zunächst neue Kosten verursacht werden, wird jedoch erwartet, dass sich später Einsparungen bei den Pflege- leistungen ergeben.“

Die Zahl der multimorbiden Menschen mit komplexem Hilfebedarf nimmt zu und die Gefahr dauernder Behinderung und Abhängig- keit von fremder Hilfe steigt. Mit der Gesundheitsreform 2007 und dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz 2008 hat der Gesetzgeber den Anspruch pflegebedürftiger Menschen auf Rehabilitations- leistungen noch einmal bestärkt: Leistungen zur medizinischen Rehabilitation müssen auch für pflegebedürftige Menschen mit einer Rehabilitationsindikation unter Berücksichtigung ihrer be- sonderen Lebensumstände (sog. „Kontextfaktoren“) bereitgestellt werden. Damit auch schwer beeinträchtigte, anders nicht reha- bilitierbare Menschen erreicht werden, kommt ein Rehateam als „Mobile Rehabilitation“ direkt ins häusliche Umfeld.

Am 28.04.2010 diskutierten in Dortmund unter dem Leitthema  „Rehabilitation vor und bei Pflegebedürftigkeit“ Experten von Kranken- und Pflegekassen, MDK sowie Pflege- und Rehabilita- tionseinrichtungen über Möglichkeiten, aber auch Hindernisse bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen. Mit den bisherigen Erfahrungen und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der neuen Form der Mobilen Rehabilitation wurde eine insgesamt positive Zwischenbilanz gezogen.

Ihr Ansprechpartner:

MDK Westfalen-Lippe
Dr. Martin Rieger
Roddestr. 12
48153 Münster
Tel: 0251 5354 254
Email: mrieger@mdk-wl.de

 

 



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